Mit einer anderen Wickelmethode ist das Übertragungsverhalten eines Baluns zu verbessern, bisher aber nur eine Idee wie man sich einen vielseitigen Balun im Baukastenprinzip selber zusammenstellen kann, möchte ich gerne hier berichten

Vorangegangen war der Bericht auf der Webseite von „Lima 07“: „Der bessere Unun-Balun“. Hier habe ich eine Wickelmethode beschrieben und messtechnisch erfasst dass dieser Balun weniger Verluste hat und die Übertragungsbandbreite größer ist, der Frequenzbereich wurde mit dieser anderen Wickelmethode nach oben erheblich erweitert.
Darauf gab es einen weiteren Artikel auf dieser Webseite in dem ich Laufzeiten im Ferritkern messtechnisch erfasst habe: „Hat der Balun Einfluss auf die Eingangsempfindlichkeit Teil II“
Aus diesen vorangegangenen Messungen folgte das es zu Problemen kommt wenn man den Spulendraht beim Bewickeln nicht gleichmäßig über den Kern verteilt, sondern wie bei Baluns mit größerem Übersetzungsverhältnis schon mal gern gemacht wird die Wicklungen nacheinander auf den Kern aufbringt. Das beste Ergebnis hinsichtlich der Laufzeiten im Kern ist wenn man die Spulen, wir betrachten Primär-und Sekundärwicklung, am besten übereinander oder ineinander aufbringt. Jetzt habe ich messtechnisch erfasst das wenn man z.B. vier parallelgeschaltete Wicklungen (je 7 Wdg.) nacheinander auf den Kern aufbringt (4 Primärwicklungen!) um dann nacheinander 2 Wicklungen bestehend aus 13-14 Wdg. nacheinander zwischen den bereits aufgebrachten 4 Wicklungen verteilt und auch diese beiden Wicklungen wieder parallelschaltet eine besonders gute Kopplung erreicht. Das folgende Bild soll das verdeutlichen:

Es entsteht eine sehr gute Magnetisierung mit wenigen Laufzeiten und sehr guter Kopplung zwischen den Spulen. Allerdings hat diese Wickelmethode in der praktischen Anwendung seine Grenzen. Am besten funktioniert das bei einem Balun mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:4. Bei anderen Übersetzungsverhältnissen gibt es aber Schwierigkeiten beim optimalen Verteilen von Primär- und Sekundärkreis. Ich habe diesbezüglich aber keine Versuche unternommen. Mich haben die Versuchsaufbauten mit dem 1:4 Balun schon zeitlich sehr lange beschäftigt. Hier ist also jeder einzelne bei Bedarf mit Ideenreichtum gefragt. Aber ich habe vielleicht eine Lösung für diese Misere gefunden – mit einer anderen Wickelmethode und einem ganz anderen Ansatz. Alles ist bisher nur eine Idee, wird aber in Kürze praktisch getestet. Ich habe da einen gestackten Balun (zusammensteckbar) im Sinn, der je nach Übersetzungsverhältnis zusammengesteckt wird. Es handelt sich immer um das gleiche Bauteil, welches je nach Übertragungsverhältnis immer weiter ineinander gesteckt wird. Die Frage die jeder hat der vor der Wahl des richtigen Balun steht und sich unsicher ist welches Übertragungsverhältnis für die Langdrahtantenne genau das Richtige ist könnte damit gelöst werden. Mit der hier im Weiteren beschriebenen Methode sollte man das Problem sehr elegant lösen können. Das nachfolgende Bild soll das verdeutlichen. Je nach Bedarf werden mehrere Baluns ineinander gesteckt.

Bisher ist alles noch ein rein theoretisches Projekt. An der Umsetzung wird in nahe Zukunft gearbeitet. Dieser Artikel wird dann fortgeführt.