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Wat is dat denn?

..es war nur ein Drahtbruch zu einem Messkopf eines R&S Durchgangsleistungsmessers 25-525 MHz – Typ NAUS. Also eine andere Art eines SWR-Meters. Ich war von dem aufwendigen Aufbau dieses zig Jahrzenhte alten Messgeräres überrascht. Ich konnte nicht wiederstehen und habe das Teil mal aufgeschraubt.

Das Messgerät stammte aus einem Nachlass. Ein Problem mit dem über einem fest montierten Kabel verbundenen Messgerät begleitete mich immer schon. Es war eindeutig ein Wackelkontakt. MeinVorgänger muss dieses Problem schon gehabt haben denn das Kabel war an der Kabeleinführung zum Messkopf mit einem starren Eisendraht zusätzlich fixiert worden. Von der Reparatur habe ich mich vor Jahren erst einmal gescheut. Der Messkopf hat zig Schrauben. Unter der sichtbaren Blechabdeckung befindet sich noch ein HF-dichtes Metall-Gehäuse, auch wieder Schrauben, dann erst mal nicht auseinanderbauen…aber heute war es dann soweit, ich hatte die nötige Lust dazu.

…das erwartete mich als ich das Blechgehäuse und das erste Anschirmblech abgeschraubt hatte. Das Kabel hatte direkt an der Einführung das Problem das sich das Abschirmgeflecht komplett aufgelöst hatte und zerbröselt war. Hier im Foto schon mit neu angesetztem Kabel.
…neben dem Deckel hatte der Kopf oben und unten weitere Abschirmungen…oben im Bild wurde sie schon entfernt. Der Durchgangsmesskopf besteht „nur“ aus 2 sich gegenüberstehenden Buchsen (kein N-Typ…Art unbekannt, wurde mit Adaptern auf N verjüngt) und einer Messingplatte. Galvanisch davon getrennt die gleiche Platte für die Messauskopplung. Von da aus geht es oben und unten auf gleiche Schaltungsteile.
2009139 achteckige Platine…die Funktion von diesem Bauteil kenn ich nicht, evtl. Stripeline-Technik mit zusätzlicher winzigen Spule, mit Ohmmeter gemessen = 0 Ohm; oder einfach nur abgescirmte HF-Leitung? …von da aus auf einen 50 Ohm-Schipwiderstand auf einem isolierten Kühlblech. die nachfolgende Induktivität hatte ich hier zum Ausmessen abgelötet. Was man nicht sehen kann ist die durch eine Gehäusebohrung von unten angelötete Diode. Es war einfach nicht festzustellen ob die Diode vor oder hinter dem Schipwiderstand verlötet ist.
…das ist die abgekupferte Schaltung.
..hier aus einer andereren Perspective.
…die Dioden sieht man nicht, davor 4 Induktivitäten und 2 Elkos, ohne aufgedruckte Werte. Ich vermute das es sich um 4 Induktivitäten handelt…Messungen ergaben einen Gleichstromwiderstand von ca. 1 Ohm und eine Induktivität von 7,5 mH.
…das habe ich gemessen.
…in der Mitte des Bildes kann man hinter der Lötfahne die Diode erahnen.
…beide Seitenabschirmungen wurden wieder montiert.
…wieder Fertig!…recht unspektakulär.
…endlich alles wieder Ok, hätte ich schon viel früher machen sollen!

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